Examensprüfung: Wie Du in der schriftlichen Prüfung die Zügel in der Hand behältst und auf den Erfolg zusteuerst - Deine Examens Erfolgs-Chancen

Examensprüfung: Wie Du in der schriftlichen Prüfung die Zügel in der Hand behältst und auf den Erfolg zusteuerst

Was Du für einen optimalen Verlauf des schriftlichen Examens tun solltest

Welche Fehler machen Kandidaten in Prüfungen – aus eigener Sicht? Lerncoach Martin Krengel hat seine Studenten gefragt. Hier sind die wichtigsten Antworten:

  • Das eine Fach perfekt lernen. Für das andere keine Zeit mehr haben.
  • An den Fragen vorbei antworten.
  • Irrelevante Fakten hinschreiben.
  • Keine Querbezüge herstellen.
  • Zu wenige Quellen einbeziehen.
  • Keine Beispiele einfügen.
  • Nur Basics hinschreiben, keinen Transfer bringen.
  • Die Theorien hinnehmen, ohne sie zu hinterfragen.
  • Keinen Standpunkt beziehen.
  • Schlechte Struktur (1)

Mit ihrer Selbsteinschätzung liegen die Studenten gar nicht weit von der Einschätzung der Prüfer entfernt. Eine Auswertung aus der ersten juristischen Staatsprüfung in Bayern ergab dieses Bild:

  • Mängel an der juristischen Arbeitsweise.
  • Abspulen von Wissen, teils ohne Bezug zur Frage oder unter Biegung des Sachverhalts.
  • Unzureichende Begründungen.
  • Fehler beim Erfassen eines Falls.
  • Fehlende Grundkenntnisse.
  • Sprachliche Mängel bei der Stellungnahme (1).

 

Diesen Fehler machen fast alle in ihrer Examensprüfung

Du siehst selbst, wo die Probleme liegen: Das größte Defizit liegt darin, dass viele Prüflinge am Thema vorbeizielen und versuchen, einfach so viel wie möglich von ihrem Gelernten hinzuschreiben. Doch dies ist keine erfolgversprechende Strategie.

In der schriftlichen Prüfung zählen Konzentration, Verständnis, Struktur sowie Effizienz. Du wunderst Dich über die Effizienz? Tatsächlich zahlt auch sie auf eine gute Examensnote ein. Sicher hast Du schon einmal etwas vom Pareto-Prinzip gehört. Danach werden 80 Prozent des Ergebnisses mit 20 Prozent des Aufwandes erreicht.

Dies führt gleich zur ersten Empfehlung.

 

Verschaffe Dir Übersicht über die Examensprüfung als Ganzes

Sobald Dir die Prüfungsunterlagen ausgehändigt worden sind, schau Dir die Aufgaben an und ordne ein:

Welche Aufgaben fallen Dir leicht?

Markiere die Aufgaben, die Du mit geringer Anstrengung beantworten kannst, weil Du sie gut gelernt und verstanden hast. Wenn Du zu Prüfungsangst neigst, helfen Dir die einfachen Aufgaben, in Fluss zu kommen.

Welche Aufgaben bringen erwartungsgemäß die meisten Punkte für Dein Examen?

Oft handelt es sich um Transferaufgaben, in die Du Dich eindenken musst und die entsprechend Zeit beanspruchen. Im Sinne eines guten Prüfungsergebnisses sind sie einerseits vielversprechend, andererseits kann es Dir passieren, dass Du Dich zu sehr vertiefst und die Zeit vergisst.

Wäge die für Dich sinnvollste Strategie ab: Wenn Du ein disziplinierter Zeitmanager bist, arbeite zuerst die einfachen Aufgaben ab. Dann hast Du sie aus dem Kopf und kannst Dich auf die Transferaufgabe konzentrieren. Dazu musst Du aber in der Lage sein, Aufgaben loszulassen, auch wenn Dir vielleicht doch noch das Eine oder Andere dazu einfällt.

Oder Du wendest Dich zuerst der Transferaufgabe zu, weil sie die meisten Punkte einspielt, und beantwortest zum Ende hin die Brot- und Butter-Aufgaben.

So oder so: Du musst Dir Deine Zeit für Deine Examensprüfung einteilen. Wie viel der Prüfungszeit willst Du auf welche Aufgabe verwenden? Mache Dir einen groben Plan.

 

Lass Sorgfalt walten

Die Prüfer vergeben Punkte für richtige Antworten auf ihre Fragen. Lies Dir deshalb die Aufgaben Deiner Examensprüfung genau durch: Steht da „definiere“, „diskutiere“ oder „analysiere“? Stecken in einer Aufgabe eigentlich zwei? Was ist gefragt: Wenn Du unsicher bist, frage nach.

Strukturiere die Antwort

Nimm Dir einen Schmierzettel für ein Brainstorming: Welche Begriffe müssen fallen? Worin liegt der Kern der Aufgabe? Was musst Du entlang der Aufgabenstellung bedenken: Definition? Pro- und Contra-Argumente? Quellen, Beispiele und Hintergründe? Konfliktlinien?

Wenn Dir mehrere Pfade einfallen, die Du gehen kannst: Welcher ist der am meisten erfolgversprechende?

Konzentriere Dich

Dies ist womöglich die schwierigste Aufgabe unter allen: einen kühlen Kopf zu behalten. In Prüfungen ist die Zeit immer knapp, auch in Examensprüfungen. Die Prüfer wollen wissen, ob Du in kurzer Zeit die wesentlichen Inhalte gut strukturiert zu Papier bringen kannst. Der Grat zwischen straffem Zeitmanagement und kopfloser Hektik ist schmal.

Prüfungskompetenz lässt sich üben. Du musst allerdings früh genug anfangen. Nutze jede Gelegenheit, Probeklausuren zu schreiben. Mit der Zeit spürst Du, wie Du Dir eine Routine aneignest: Lesen, Verstehen, Brainstorming, Struktur geben, Schreiben. Wenn Dir die Arbeitsweise zum inneren Programm geworden ist, leitet sie Dich durch Deine Prüfung. In Stresssituationen greifen wir auf gelernte, automatisierte Programme zurück.

Noch mehr Gratis-Empfehlungen für Deinen Prüfungserfolg findest Du in meiner Checkliste: Wegweiser zu Deinem Examenserfolg.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

(1) Aus: Martin Krengel, Bestnote. Lernerfolg verdoppeln. Prüfungsangst halbieren. Eazybookz.

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